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Toskana 2005 – Aquarelle von Andreas Mattern

2005 war ich auch auf Malreise. 2005 waren wir im August unterwegs und die Farben der Toskana waren andere als dieses Jahr. Die Erde war verbrannt und es waren eher rostrote und gelbgrüne Töne.

Toskana - Blick aus dem Ferienhaus 2005 - Aquarell von Andreas Mattern

Toskana - Blick aus dem Ferienhaus 2005 - Aquarell von Andreas Mattern

Der „Giessener Anzeiger“ schrieb am 06.06.2005 folgendes über Andreas Mattern:

Bummel durch Orte und Landschaften

„Nichts ist schlimmer, als wenn jemand in eine Ausstellung kommt und sagt, das Bild ist schön, und weitergeht.“ Das ist ein hoher Anspruch, den Andreas Mattern an seine Kunst stellt. Dabei hat er sich ein Genre ausgewählt, das einerseits als das schwierigste der Malerei gilt und andererseits dazu verlockt, einfach nur Schönes zu malen: Der Wahlberliner hat sich vor allem dem Aquarell verschrieben.
„Das Entscheidende beim Aquarellieren ist die Übung, das Ausprobieren, das über seine Verhältnisse malen und das Aufgeben der Kontrolle.“ Das Aquarell erlaube keine nachträgliche Korrektur und darum sage man auch „Für zwanzig gute Aquarelle müssen 200 gemalt werden“, so der Künstler weiter.
In der Galerie noir, in Lich-Nieder-Bessingen in der Ettingshäuser Straße 8, sind bis zum 16. Juli Aquarelle und Radierungen von Andreas Mattern ausgestellt. „Flaneur der Städte“ betitelte Galeristin Birgit Klös in ihrer Vorstellung des Künstlers die Auswahl der Exponate.
Und ein Flaneur der Städte ist Mattern. Er wandert durch London, Wien, Istanbul oder Berlin und nimmt die Atmosphäre, den Charakter der Stadt in sich auf. In seinen Aquarellen gibt er diesen Erfahrungen Ausdruck. Erst auf den zweiten Blick bemerkt der Betrachter, dass diese quirligen Stadtszenen vollkommen menschenleer sind.
Auch in den Häfen, dem Tag und Nacht von Touristen durchfluteten Venedig oder dem Berliner Olympiastadion pulst scheinbar das Leben, ohne dass auch nur ein Mensch auf den Aquarellen zu sehen ist. Im Kontrast dazu gibt es Porträts, Menschen in distanzierter Erstarrung.
Die Kunst des in Schwerin geborenen Künstlers provoziert und versöhnt zugleich. Sein Hauptthema ist die Stadtansicht und Architektur, die er in immer neuen Perspektiven und Distanzen einfängt und variiert. Er beweist, dass das Steinerne, das Kantige und Rechteckige durchaus Motiv des Aquarellisten sein kann.
Auch die Farbradierungen des Künstlers, der an der Grafikschule Schwerin studierte, zeigen Städte und Landschaften in ungewöhnlicher Intensität und eigenwilliger Perspektive. Mattern wandert auf einem schmalen Grat zwischen Abstraktion und wirklichkeitsnaher Abbildung. Es entstehen dabei spannungsreiche Ansichten, die den subjektiven Blick des Künstlers auf eine bekannte Welt erfahrbar machen.

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